FÜR NEUE MUSIK ZÜRICH
Programm

PROGRAMM

26.09.2020  20:00  Zürich, Kunstraum Walcheturm

AN MIT FÜR EUCH, UA
von und mit Christoph Coburger

ensemble für neue musik zürich

Hans-Peter Frehner Flöte
Manfred Spitaler   Klarinette
Viktor Müller      Klavier
Lorenz Haas        Schlagzeug
Daniela Müller     Violine
Nicola Romanò      Violoncello

Christoph Coburger Leitung/Tasten/Gesang etc.


Christoph Coburger ist ein deutscher Komponist und Regisseur, machte sein Diplom bei Ulrich Leyendecker in Hamburg und arbeitet für Musiktheater, Konzertsaal, Oper, Sprechtheater, Radio, Performance, komponiertes Theater und selten Film.
Seine professionelle Theaterarbeit begann er im Alter von einundzwanzig Jahren auf der Kampnagelfabrik in Hamburg als Korrepetitor und Dirigent. Es folgte ein Engagement an der Staatsoper Hamburg (opera stabile).
1988 gründete er zusammen mit dem Komponisten Ernst Bechert das ensemble für
städtebewohner, dessen künstlerischer Leiter er bis 2009 war. Das Gründungskonzert fand mit den damals noch studierenden Ausnahmesängerinnen Angela Denoke und Christiane Iven unter der musikalischen Leitung von Marcus Theinert im Theater in der Kunsthalle / Thalia Theater) statt. Diese Company wurde in Wien, Zürich und Berlin mit erheblichen institutionellen Mitteln gefördert, sodass Coburger als Produzent, Regisseur und Komponist einige seiner wesentlichen Ausdrucksmittel in den Jahren 1999 bis 2009 entwickeln konnte.
Coburger arbeitete z.B. für Ruth Berghaus, Matthias Langhoff und Heiner Goebbels als Sounddesigner und Live-Elektroniker.
Unmittelbar nach dem Kompositionsstudium vertrat er als Inhaber und Geschäftsführer der Firma „skazzi“ für ein Jahr den europäischen Generalvertrieb der Firma „Wave frame“ aus Bolder USA. Hersteller und Entwickler einer der ersten digitalen Studiosysteme überhaupt. In diesem Zusammenhang betreute er Radio- und Aufnahmestudios in Deutschland, Luxemburg, Spanien, Ungarn, Schweiz hard- und softwareseitig auch als Designer und Techniker.
Seine Opern „Weils Kind schlafen will“, „Null Tote“, „Zwischenfälle“ und „Herr K und
Frau N“ wurden im Auftrag des Landestheater Linz, Dortmund (Ruhrtriennale/Off Limits) und Wien (NeueOperWien/Donaufestival) geschrieben und aufgeführt.
An Häusern wie Schauspielhaus, Kampnagelfabrik und Thalia Theater Hamburg, Burgtheater, WUK, Brut und Schauspielhaus Wien, Residenztheater und Kammerspiele München, Schauspielhaus und Theater am Neumarkt Zürich, Nationaltheater Mannheim,
Staatstheater Darmstadt, Staatstheater Saarbrücken, Théatres de la Ville de Luxembourg,
Linzer Landestheater, Schleswig-Holsteinisches Landestheater und Sinfonieorchester,
zuletzt mit Caspar Brötzmann an der deutschen Oper Berlin / Tischlerei und vielen andern
Orten hat Coburger bis heute mehr als 150 Stücke geschrieben und teilweise produziert. Auch von den Wiener Festwochen und den Zürcher Festspielen wurde er gebeten.
Mit den Regisseuren Peter Wittenberg (Die Präsidentinnen; Burgtheater) und Gerhard Willert (Baumeister Solness; Nationaltheater Mannheim) erfolgten Einladungen zum Theatertreffen Berlin 1995 und 96.
Weitere Regisseure waren, bzw. sind Wolfram Apprich, fishy (das schaufenster), Max Claessen, Joanna Lewitzka, Lore Stefanek, Ingo Kerkhof, Christopher Haninger, Elke lang, Ulrich Waller, Dietrich von Oertzen, Marco Wilms, Anita Makris, Sabine Löw, Martin Stiefermann, Sybille Broll-Pape, Dominik Graf, Lisa van Buren, Alexandra Holtsch, Verena Koch, Theresa von Halle, Sabine Mader, Christian Wittmann, Falk Richter, Hans Gratzer, Gintare Parulyte und Daan Milius.
Seine derzeit wichtigsten musikalischen Mitstreiter sind das Trio „Dead Letter Office“ mit Anna Trauffer und Philipp Schaufelberger und das „ensemble für neue musik zürich“ unter der künstlerischen Leitung von Hans Peter Frehner. Mit diesen Formationen verfolgt Coburger Coburger seit zehn Jahren partizipative Kompositions- und Interpretationsprojekte für Tonträger und Bühne. 2016 war das Dead Letter Office bei der Ruhrtriennale mit „Ansichten - nach 97 Postkarten" zu sehen.
Als Regisseur folgte er einer Einladung zum Impulse Festival 2002 (Narrenturm von Franzobel) und war Gewinner des Preises "Theaterzwang“ der Stiftung Kunst und Kultur des Landes NRW.
Mit dem Dirigenten und Komponisten Sebastian Gottschick ist er seit nunmehr 15
Jahren künstlerisch eng verbunden. Coburger kollaboriert seit einigen Jahren mit den
Musikern Konrad Ullrich (Schlagzeug, electronic), Sven Kerschek (Gitarre, Bass), Gabriel
Coburger (Saxofon, Klarinette, Flöte), Matthäus Winnitzki (Keyboards) und Dirk Achim Dhonau
(Schlagzeug).
Christoph Coburger ist Vater zweier Kinder und lebt in Berlin.
26. November 2019
© ensemble für neue musik zürich, Gutstrasse 89, CH-8055 Zürich
T +41 (0)44 383 81 81, M +41 (0)79 207 55 92
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