FÜR NEUE MUSIK ZÜRICH
Programm

PROGRAMM 2017

   

November

         
24.11.
25.11.
26.11.
20:00
19:00
20:00
  Berlin, Acker Stadt Palast
Hamburg, Freie Akademie der Künste
Köln, Alte Feuerwache

ZUHOEAN
von CHRISTOPH COBURGER
und SEBASTIAN GOTTSCHICK




ensemble für neue musik zürich

Hans-Peter Frehner   Flöten
Manfred Spitaler     Klarinetten
Viktor Müller        Klavier
Daniela Müller       Violine
Nicola Romanò        Violoncello
Lorenz Haas          Perkussion
Anna Trauffer        Stimme

Sebastian Gottschick Leitung

Raum Zeitung Liebe Jahrzehnt Gegend Eigentum Schlaf Poesie Arbeit Reise
Größe Leben Klappe Mensch Wüste Eigenart Weg Kind Unwucht ZUHOEAN
Anspruch Ballung Gehen Kritik Sachen Moment Rede Tuch Film Welt
Punkt Stellung Haufen Wirkung Kahn Wendung Handel Vater Bahnfahrt Zustand
Öffnung Ende Zeit Straße Abend Haut Wert Fall Schwarz Wort.

Eine Frau sitzt am Tisch in der Nähe eines großen Kühlschranks und übt und schreibt und baut für ihre ZUHOERA. Sie schmiert und isst und schreibt und spielt und läuft und singt was das Zeug hält. Kein Bach, Gottschick, Purcell, Schaufelberger, Vulpius, oder Coburger ist vor ihr sicher. Gestochert wird mit der Stimmgabel in abgelaufenen Walsergedichten - Pudding. Die Eieruhr klingelt verspätet - Garstedter Dämmerung. Schneiden tut unser Goldstück alles, was das Klavier verändert - Toast Hawaii. Licht kommt aus dem Theaterhimmel - Grand Vin de Bordeaux. Das begabte Kind blättert sich durch das Klanggestrüpp der modernen Moderne und findet Schnipsel, Scherzi, Bauten, Blasmusiken, Fragmente, Kanons, heiße Luft, schnelle Veränderungen, hohe Stimmen, morsche Stücke, flotte Trios, und Haufen von Quintparallelen nach Texten von Dichtern und ohne solche. Seien Sie öffentlich. Werden Sie Mitglied. Lassen Sie sich verändern.

*

Angeblich wächst die Sentimentalität mit dem Alter, aber das ist Unsinn.
Mein Blick war von Anfang an auf die Vergangenheit gerichtet.
Als in Garstedt das Strohdachhaus abbrannte, als meine Mutter mir
die Buchstaben erklärte, als ich Wachsmalstifte zur Einschulung bekam
und als ich in der Voliere die Fasanenfedern fand, immer dachte ich zurück,
und immer wollte ich Stillstand, und fast jeden Morgen hoffte ich,
die schöne Dämmerung würde sich noch einmal wiederholen.





         




         

Dezember

         
18.12.
19.12.
20.12.
21.12.
20:00
20:00
20:00
20:00
  Zürich, Miller's
Zürich, Miller's
Zürich, Miller's
Zürich, Miller's

CHRISTMAS CAROL
Charles Dickens
Eine Weihnachtsmusik für Instrumentalensemble und einen Action-Zeichner

Tickets



Mehr Infos

Walther Giger      Musik
Ulrich Scheel      Comix Szene

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner  Flöte
Manfred Spitaler    Klarinette
Viktor Müller       Klavier
Lorenz Haas         Schlagzeug
Sebastian Gottschick  Violine
Nicola Romanò       Violoncello

Ulrich Scheel




A Christmas Carol
eine Weihnachtsmusik für Instrumentalensemble und einen Action-Zeichner
von Walther Giger
A Christmas Carol in Prose, Being a Ghost-Story of Christmas (ein Weihnachtslied in
Prosa oder eine Geistergeschichte zum Christfest) ist eine Erzählung von Charles
Dickens. Sie handelt von Ebenezer Scrooge, einem alten, grantigen Geizhals, der in einer
einzigen Nacht zunächst Besuch von seinem verstorbenen Teilhaber Jacob Marley und
dann von drei weiteren Geistern erhält, die ihm schließlich dazu verhelfen, sein Leben zu
ändern.
Meine Komposition für sechs Instrumente verstehe ich als Tonspur zu einem imaginären
Stummfilm. Sie gibt in fünf Sätzen meine Eindrücke des Grotesken, nächtlich
Geisterhaften und die feierlich melancholische Atmosphäre in Dickens‘s Erzählung wieder.
Die Musik zitiert und entwickelt sich aus Stantipes (Stampftanz), englischer Fanfare und
Kirchenchoral im formalen Spannungsfeld zwischen rezitativischer Stagnation und
rhythmisch tänzerischer Stringenz.
Der Illustrator Ulrich Scheel visualisiert live die Erzählung von Dickens, zeichnet simultan
Bildsequenzen zur gespielten Musik. Auch er inspiriert sich an der literarischen Vorlage,
setzt sie frei assozierend in Form eines Szenenbuches (Storyboards) um.
Er ist auch improvisierender Mitmusiker mit der Feder als Instrument, er reagiert auf
musikalische Momente, Klänge, Rhythmen, und zeichnet beispielsweise den Musiker, der
gerade eine auffällige Passage spielt, an die Seite einer literarischen Figur.
Beide Medien, die Musik, das Visuelle bewegen sich im gleichen Zeitraum, schaffen
Analogien, ohne aufeinander angewiesen zu sein. Es ist auch nicht die Idee, dass das
Visuelle die Stimmung der Musik (oder umgekehrt) „abbilde“. Und doch enststeht eine
funktionale und inhaltliche Verbindung zwischen Bild und Musik, die sich bei jeder
Aufführung anders manifestiert.
         

PROGRAMM 2018

   

März

         
 1.03.
 2.03.
 3.03.
 4.03.
 8.03.
10.03.
20:00
20:00
20:00
18:30
20:00
19:30
  Zug, Gewürzmühle
Zürich, Kunstraum Walcheturm
Zürich, Kunstraum Walcheturm
Luzern, Sousol
Ilanz, Cinéma Sil Plaz
Pfungen, Ortschafft Kultur

Hello Mellow Tone
Annäherungen
Philipp Schaufelberger





In Hello Mellow Tone stehen sich die beiden Klangkörper Ensemble und Duo Gitarre/Schlagzeug gegenüber. Das zur Verfügung stehende musikalische Material umfasst somit die ganze Bandbreite zwischen freier Improvisation und fertig Ausnotiertem.
Dabei ist ein - möglicherweise Bouvard und Pécuchetsches - Anliegen, die Annäherung und Durchdringung der vermeintlichen Stammdisziplinen: die von Sebastian Gottschick fürs Ensemble orchestrierte Transkription einer Duo-Improvisation als wahre formale Kühnheit, die Duoversion eines Jazzklassikers als hohe Interpretationskunst.

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner     Flöte
Manfred Spitaler       Klarinette
Viktor Müller          Klavier
Lorenz Haas            Perkussion/Voice
Sebastian Gottschick   Violine/Viola
Nicola Romanò          Violoncello
Christian Wolfarth     Perkussion
Philipp Schaufelberger E-Gitarre/Komposition









         
         
17.03. 17:30   Lugano Massagno, LUX art house

„so nicely brightly“
von Mathias Steinauer (1959)




Klangfäden.einzeln op.17.1 (1999/2005)
für Flöte, Klarinette, Klavier, Schlagzeug, Violine, Violoncello und Tanz

Come un meccanismo mentale op. 23b (2009/14)
Klangfragmente für Tonband und Tanz

Phantasos - oppure "Il sogno di Pavarotti", op. 16 (1999)
für Flöte solo

con sordino - fadenscheinig op.25 (2010)
eine klang-installative Projektionsfläche für Klarinette solo

kurzkurz© (Live at Carnegie) op.24 (2009), UA
für Klavier, Lithofon und Tanz

***

so nicely brightly op.30 (2014/15)
ein hypnotisches Lichtspieltheater für acht Instrumente und Projektionen 
1. Kaleidosop 
2. A part of the flock

Champ de mai (2000/02) op.18
für Flöte, Klarinette, Klavier, Schlagzeug, Violine, Violoncello und Tanz
(2. Satz aus "La dimensione dello strappo")

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner    Flöte
Manfred Spitaler      Klarinette
Philipp Meier         Klavier
Lorenz Haas           Schlagzeug
Annina Wöhrle         Violine
Nicola Romanò         Violoncello
Sergej Tchirkov       Akkordeon
Murat Cevik           Flöte solo
Mathias Steinauer     Video
Elena Steinauer und
Elena Boilla          Choreographie
Sebastian Gottschick  Leitung

Lo spazio inverso, Tanz (Tesserete, Schule für zeitgenössischen Kindertanz)
         

April

         
14.04.
20.04.
20:00
22:00
  Biel, La Voirie
Odessa, Festival 2D2N

Hello Mellow Tone
Philipp Schaufelberger




Insgeheim träumt jeder Jazzmusiker vom Soloalbum "with Strings"!
Ist vielleicht die Carte Blanche für einen Abend mit dem ENMZ die langersehnte Chance?
Per Hausbesuch werden die Ensemblemitglieder zu Ihrem jeweiligen Lieblinsstück von Duke Ellington befragt, ein versierter Trommler womöglich dazugemietet.
Dann ist doch alles nicht so einfach. Während die Arrangements fürs Ensemble anfänglich nicht recht zum Swingen kommen, im Verlauf des Abends aber an Charme gewinnen, verheddert sich der zunächst noch eloquent wirkende Gitarrist zusehends im Dschungel des Neue-Musik-Vokabulars.
Eine konzertante Erforschung der Abgründe zwischen Wunsch und Wirklichkeit auf der Folie von Flauberts "Bouvard et Pécuchet", den Urvätern grandiosen Scheiterns.
Zwischen alldem hört man gelegentlich den Bus an der Haltestelle vorm Haus des Flötisten abfahren. Noch ein verpasster Anschluss!

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner     Flöte
Manfred Spitaler       Klarinette
Viktor Müller          Klavier
Lorenz Haas            Perkussion/Voice
Sebastian Gottschick   Violine/Viola
Nicola Romanò          Violoncello
Norbert Pfammatter     Perkussion
Philipp Schaufelberger E-Gitarre/Komposition






         
         
22.04. 20:00   Odessa, Festival 2D2N

Lukas Langlotz
Zweigung für Klavier und Ensemble (2016)

Anna Trauffer
Lieder für Sopran und Ensemble

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner     Flöte
Manfred Spitaler       Klarinette
Viktor Müller          Klavier
Lorenz Haas            Perkussion/Stimme
Catriona Bühler        Sopran
Nicola Romanò          Violoncello
Sebastian Gottschick   Violine/Viola/Leitung
 
         

Mai

         
17.05.
29.05.
20:00
20:00
  Zürich, Walcheturm
Luzern, Neubad

as a matter of sound
von Anda Kryeziu und Lukas Stamm
 
In Zusammenarbeit mit dem Forum für Neue Musik Luzern hat das Ensemble für Neue Musik Zürich der jungen Komponistin Anda Kryeziu (*1994) und dem jungen Komponisten Lukas Stamm (*1994) Kompositionsaufträge für einen gemeinsamen Abend erteilt.

Zwei neue Kompositionen von Anda Kryeziu und Lukas Stamm werden uraufgeführt, doch nicht in einem klassischen Konzert, vielmehr wird das ganze Programm des Abends von den beiden Komponisten gestaltet. Durch elektronische Klänge, Licht und szenische Anweisungen entsteht eine Konzert-Installation, in welche die Uraufführungen der Ensemblestücke eingebettet werden.

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner   Flöte
Manfred Spitaler     Klarinette
Viktor Müller        Klavier
Lorenz Haas          Schlagzeug
Annina Wöhrle        Violine
Nicola Romanò        Violoncello
Sebastian Hoffmann   Elektronik
Jürg Henneberger     Leitung


Anda Kryeziu


Lukas Stamm
         

Juni

         
 1.06.
 3.06.
20:00
20:00
  Zofingen, Palass
Schaffhausen, Haberhaus

as a matter of sound
von Anda Kryeziu und Lukas Stamm
 
In Zusammenarbeit mit dem Forum für Neue Musik Luzern hat das Ensemble für Neue Musik Zürich der jungen Komponistin Anda Kryeziu (*1994) und dem jungen Komponisten Lukas Stamm (*1994) Kompositionsaufträge für einen gemeinsamen Abend erteilt.

Zwei neue Kompositionen von Anda Kryeziu und Lukas Stamm werden uraufgeführt, doch nicht in einem klassischen Konzert, vielmehr wird das ganze Programm des Abends von den beiden Komponisten gestaltet. Durch elektronische Klänge, Licht und szenische Anweisungen entsteht eine Konzert-Installation, in welche die Uraufführungen der Ensemblestücke eingebettet werden.

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner   Flöte
Manfred Spitaler     Klarinette
Viktor Müller        Klavier
Lorenz Haas          Schlagzeug
Annina Wöhrle        Violine
Nicola Romanò        Violoncello
Sebastian Hoffmann   Elektronik
Jürg Henneberger     Leitung


Anda Kryeziu


Lukas Stamm
         
4. Oktober 2017
© ensemble für neue musik zürich, Gutstrasse 89, CH-8055 Zürich
T +41 (0)44 383 81 81, M +41 (0)79 207 55 92
info(at)ensemble.ch, www.ensemble.ch//